Diese Warzenarten gibt es – Warzenarten erkennen

30. April 2022

Hier stellen wir eine Übersicht verschiedener Warzenarten vor. Und wir zeigen, was man gegen sie tun kann, also wie man sie loswird. Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich je nach Art der Warze. Eigentlich sind  Warzen harmlose Hautwucherungen, die häufig nach einiger Zeit von selbst wieder verschwinden. Trotzdem kann es sinnvoll sein, Warzen zu entfernen, da sie ansteckend sind.

Warzenarten erkennen – Was für eine Warze habe ich?

Um herauszufinden, welche Warze man hat, kann man sich an dieser Übersicht zu orientieren. Denn die meisten Warzenartzen lassen sich recht zu unterschreiben. Insbesondere durch die Art, also wie sie aussehen, aber auch die Stellen, an denen sie auftreten. So kommen beispielsweise Dornwarzen nur an den Füßen vor, Feigwarzen nur im Genitalbereich.

Eine Stielwarze am Hals.
Eine Stielwarze am Hals. Foto: pr

Stielwarzen

Beginnen wir gleich mit einer Warzenart, die eigentlich gar keine Warze ist: die Stielwarze, auch Fibrom genannt. Das ist eine Hautwucherung, welche wie ein Stiel vom Körper absteht. Sie können an verschiedenen Stellen vorkommen, häufig unter den Achseln, aber auch am Hals, an den Augen oder im Intimbereich. Stielwarzen sind im Grunde harmlose Hautwucherungen, sie sind nicht ansteckend, man weiß immer noch nicht genau, warum sie entstehen. Schützen kann man sich dagegen nicht, aber man kann sie entfernen (lassen)

Mehr zum Thema Stielwarzen, und wie man sie loswird, haben wir hier zusammengestellt.

Dornwarzen

Die nächste Kategorie sind die Dornwarzen. Diese kommen ausschließlich an den Füßen vor. Andere Bezeichnungen für sie sind PlantarwarzenStechwarzen oder Fußsohlenwarzen. Meist verursachen sie Schmerzen beim Gehen, da sie (wie eine Dorne) nach innen in den Fuß wachsen. Man kann sie recht gut erkennen, denn diese Warzenart bildet einen weißen Ring mit schwarzen Punkten in der Mitte. Die Übertragung der Dornwarzen findet über die Humane-Papilloma-Viren (HPV) statt. Das geschieht in der Regel über den indirekten Kontakt. In öffentlichen Bereichen wie Schwimmbädern, Saunen oder Umkleidekabinen halten sich die Viren mehrere Wochen auf den Oberflächen. Als Barfußläufer kann man sie sich dort dann einfangen.

Mehr zum Thema Dornwarzen, und wie man sie loswird, haben wir hier zusammengestellt.

Hand- und Fußwarzen

Hierbei handelt es sich um die Warzenart, die am häufigsten vorkommt. Sie sind erbsengroß und werden auch Stachelwarzen oder vulgäre Warzen genannt. Diese Warzenart tritt nach außen hervor. Die gutartigen Wucherungen sind hautfarben und haben eine raue Oberfläche. Ursache ist häufig, ein geschwächtes Immunsystem, denn die Hand- und Fußwarzen werden auch durch die Humane-Papilloma-Viren (HPV) übertragen. Das Virus wird dabei durch direkten Hautkontakt weitergegeben. Behandeln kann man die Warzen mit Medikamenten, oder man wartet, bis sie von alleine wieder verschwindet. Das kann jedoch dauern.

Dellwarzen

Diese Erhebungen auf der Haut haben auch den Namen Schwimmbadwarzen oder Wasserwarzen.  Denn Sie kommen oft bei Kindern zwei und fünf Jahren vor, die sich diese Warzenart im Schwimmbad einfangen. Den Namen haben sie von ihrer Form. Die Dellwarzen sind Stecknadel- bis Erbsengroß, glatt und glänzend. In der Mitte haben sie eine kleine Delle mit einer winzigen Öffnung. Aus dieser kann eine breiige Flüssigkeit austreten, welche die ansteckenden Viren enthält.

Hier sind es nicht Papillomaviren, sondern ein Virus aus der Gruppe der Pockenviren (Molluscum contagiosum). Die Übertragung kann sowohl direkt als auch indirekt erfolgen. Gefährlich sind sie nicht, Behandlungsmöglichkeiten gibt es unterschiedliche. Dazu am besten einen Arzt befragen.

Warzenarten erkennen
Viele Warzen treten an den Füßen auf. Foto: Conscious Design/ Unsplash

Mosaikwarzen

Wie die Dornwarzen treten die Mosaikwarzen am Fuß auf, wo sie in großen Gruppen zusammenwachsen und so ein Muster bilden, daher der Name. Mehrere Mosaikwarzen wachsen zu einer Art Beet zusammen. Mosaikwarzen sind sehr klein, sie sind flach und verursachen daher in der Regel auch keine Schmerzen. Die Oberfläche ist etwas zerklüftet und hat eine weiße oder gelbliche Farbe. Für die Übertragung sorgen auch hier Humane-Papilloma-Viren (HPV). Gefährlich sind diese Warzen nicht, eine Behandlung nicht zwingend notwendig, kann aber durch einen Arzt erfolgen. Sie treten an verschiedenen Stellen des Fußes auf, beispielsweise der Fußsohle oder an den Zehen.

Pinselwarzen

Diese sehr seltene Warzenart zeichnet sich durch fadenförmige Wucherungen, die am Hals und an empfindlichen Hautstellen auftreten können, aus.

Pinselwarzen sind meistens weiß bis rosa, häufig mit einer braunen Spitze – daher ihr Name. Pinselwarzen verursachen keine Beschwerden und sind nicht schmerzhaft. Aus diesem Grund erfolgt eine Entfernung in den allermeisten Fällen rein aus kosmetischen Gründen. Verursacht werden auch sie durch HPV. Die Behandlung erfolgt meist, wie bei den Stielwarzen, aus kosmetischen Gründen. Auch hier ist dann das Vereisen, die sogenannte Kryotherapie, oft eine gute Option.

Feigwarzen (Genitalwarzen)

Feigwarzen entwickeln sich in feuchten und warmen Körperregionen, etwa den Genitalien. Daher kommt auch der entwickeln und Beinamen Genitalwarzen. Sie treten auch in Achselhöhlen oder im Nabel auf. Genitalwarzen gehören zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten und werden beim ungeschützten Sex (ohne Kondom) übertragen. In der Regel sind Feigwarzen nicht gefährlich. Es handelt sich um weiche, gutartige Wucherungen der Haut. Mann muss diese allerdings behandeln. Dazu sollte man einen Arzt aufsuchen, der passende Cremes oder Lotionen verschreiben kann. Diese müssen über mehrere Wochen aufgetragen werden. Bei innenliegenden Genitalwarzen im After oder bei besonders schweren Fällen ist oft ein chirurgischer Eingriff nötig. Hier mehr über Feigwarzen lesen.

Alterswarzen

Alterswarzen werden von Medizinern “seborrhoische Keratosen” genannt. Sie entstehen bei vielen Menschen im Laufe des Lebens, häufig in höherem Alter. Daher kommt auch der Name. Die Alterwarzen haben unterschiedliche Größen, sind in der Regel (dunkel) braun und sie haben eine speckig wirkende Oberfläche. Zur Behandlung kommt meist eine Laserbehandlung bei einem Hautarzt zum Einsatz. Dabei wird die Warze gezielt abgetragen.

Alterswarzen eignen sich besonders gut, wie auch viele gutartige Hautumore, zur narbenfreien Entfernung mit dem Erbium-Laser. Dabei wird die Warze nach und nach gezielt entfernt.

Hühnerauge

Diese Übersicht der Warzenarten endet mit einer Warze, die streng genommen keine Warze ist, sondern eine Verhornung, die durch Druckstellen entsteht. Hühneraugen entstehen durch starken Druck oder Reibung, meist werden sie durch falsches Schuhwerk oder eine Fußfehlstellung verursacht. Optisch sind Hühneraugen den Dornwarzen sehr ähnlich, daher werden sie auch oft verwechselt. Im Unterschied zu Dornwarzen treten Hühneraugen oft an der Seite oder weiter oben an den Füßen auf und sind immer schmerzhaft. Spezielle Pflaster (etwa hier für 17 Euro online bestellen) können hier helfen, und man sollte die Druckstellen, welche die Hühneraugen verursachen, los werden.

Oft ist es nicht leicht, zwischen einer Dornwarze und einem Hühnerauge zu unterscheiden. Generell treten Hühneraugen meist an den Zehen auf und sie ragen mit einem längeren Hornhautkeil in die Haut. Dornwarzen sind in der Redel an der Fußsohle zu finden, wo sie nach innen wachsen.

Was für eine Warze habe ich?

Die Beschreibungen der verschiedenen Warzenarten können dabei helfen, herauszufinden, welche Warze man hat. So kann etwa die Körperstelle aufschluss geben. Dornwarzen treten an den Fußsohlen auf, Feigwarzen an den Genitalien. Aber auch, wie eine Warze aussieht, liefert wichtige Erkenntnisse, während Stielwarzen nach außen wachsen, sind Pinselwarzen fadenförmige Wucherungen.

Beim Auftreten können einige Warzen Schmerzen verursachen, andere (wie Feigwarzen) jucken. Oft verursachen sie aber keine Probleme. Zum genauen Abklären, um welche Warzenart es sich handelt, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Was sind echte Warzen?

HPV sind für viele Warzenarten verantwortlich
Viren. Foto: CDC/unsplash

Als “echte” Warzen werden die Warzenarten bezeichnet, die durch die Humane-Papillom-Viren hervorgerufen werden. Über die kleinen Verletzungen dringen sie in die Haut ein, und beginnen dort mit der Vermehrtung. Ein geschwächstes Immunsystem begünstig diese Entwicklung.

Im Gegensatz dazu sind die “unechten” Warzen nicht durch HPV verursacht. Das sind etwa die Stielwarzen, über deren Ursachen man wenig weiß, gleiches gilt für die Alterswarzen. Bei Dellwarzen sind Viren vom Typ Molluscum contagiosum die Ursache.

Fazit

Mit dieser kleinen Warzenkunde sollten Sie gut feststellen können, um welche Warzenart es sich handelt. Das gute ist: Warzen sind selten gefährlich und lassen sich gut zu Hause behandeln. Auch wenn immer wieder zu einigen Hausmitteln geraten wird, wir haben gute Erfahrungen mit Behandlungsmethoden, mit Präparaten aus der Apotheke gemacht. Und wie immer gilt: in komplizierteren Fällen sollten sie auf jeden Fall einen Facharzt konsultieren,

Ähnliche Beiträge:

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner
Stielwarzen entfernen