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Livestreaming-Anbieter: So findet man das passende Streaming-Angebot

TV-Zuschauerinnen und Zuschauer konsumieren Bewegtbilder immer häufiger über das Internet. Das zeigen Trendentwicklungen der letzten Jahre. Die Ära der linearen TV-Nutzung scheint langsam abgelöst zu werden. Livestream-Anbieter wie Zattoo oder Dazn bieten Internet-Fernsehen an und funktionieren gleichzeitig als Video-on-Demand-Plattformen. Livestreaming-Formate im Allgemeinen bekommen zudem weiter Aufschwung.

Dass klassisches Fernsehen nach und nach in eine andere Nutzungsart überführt wird, war abzusehen. Im Umkehrschluss bedeuten die digitalen Veränderungen aber nicht, dass Menschen weniger Bewegtbilder konsumieren – im Gegenteil. Fernsehen beziehungsweise Videokonsum bleibt sehr beliebt. Nutzerinnen und Nutzer konsumieren heute einfach mehr übers Internet und wechseln dabei oft die Endgeräte. Der Digitalisierungsbericht Video 2021, von den Landesmedienanstalten veröffentlicht, zeigte diese Trendentwicklungen. Außerdem sei das Medium Video größter Wachstumstreiber, so arbeitete die ARD/ZDF-Onlinestudie 2021 heraus. Bericht und Studie belegen demnach, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit nicht wieder zurück zum klassischen TV wechseln werden.

Internet-Fernsehen weiter im Aufschwung

Mikrofon für den Livestream. Foto: Javier Esteban

Die klassische, also lineare, TV-Nutzung über ein einziges Endgerät inklusive Kabel- oder Satellitenanschluss war lange Zeit die einzige Nutzungsart, um fernzusehen. Heute sind es vermehrt die älteren Generationen, die daran noch festhalten. Aber auch bei diesen Zielgruppen findet ein Umdenken statt. Nicht nur die jüngeren Generationen schauen heutzutage Fernsehen über IP-Netze im Internet. Immer weniger Haushalte besitzen überhaupt einen klassischen linearen Fernseher zu Hause. Der Smart-TV ist längst in zahlreiche Haushalte eingezogen.

Der Trend geht in Richtung OTT, wie der oben genannte Digitalisierungsbericht Video 2021 zeigte. Die Abkürzung OTT steht für “Over the Top”. Es bedeutet, dass die Inhalte offen über das Internet ausgestrahlt werden, also ohne Internet-Service-Provider. Hier kommen die Online-Fernsehdienste wie Zattoo, Dazn oder die Mediatheken der TV-Sender ins Spiel. Sie alle sind OTT-Dienste.

Livestream-Anbieter: Zattoo & Dazn

Flexibel schauen mit TV-Streaming & VOD-Inhalten

Über die Internet-Fernseh- und VOD-Content-Plattform Zattoo können Nutzerinnen und Nutzer mehr als 100 TV-Sender konsumieren. Je nach Bezahloption – es gibt auch eine kostenlose Version, die allerdings dann nur für die mobile Nutzung gilt – kann man auf allen gewünschten Endgeräten smart fernsehen. Das funktioniert mit einer Zeitversetzung über das Internet, auch TV-Streaming genannt. Zudem ist es möglich, Video-Content aufzuzeichnen und später als VOD zu konsumieren. Man kann auch während des TV-Streams pausieren und später weiterschauen.

Smart-TVs gibt es seit einer Weile, der Nutzungstrend setzt sich fort. Foto: Glenn Carstens-Peters /Unsplash

Flexibilität spielt heutzutage eine große Rolle. Menschen möchten möglichst zeit- und ortsungebunden unterhalten und informiert werden. Laut der Zattoo Website unterstützt das Angebot aktuell folgende Geräte: Amazon Fire TV/Fire TV Stick, Samsung Smart TV, LG, Panasonic Smart-TV, Android TV, Apple TV 4/4K, Chromecast, PC/Mac über den Browser, die Windows 10 App, Android & iOS Apps, Windows Phone, Xbox One. Je nach gebuchtem Zattoo-Paket kann man mehrere Streams parallel laufen lassen. Der Trend geht dahin, dass sich Nutzerinnen und Nutzer immer häufiger für einen Smart-TV entscheiden. Die Geräte sind Fernseher und Computer in eins, weil man damit das Internet verwenden kann, um TV zu schauen.

Live-Sportübertragungen sehen mit OTT

Der Livestream-Anbieter Dazn funktioniert im Prinzip wie Zattoo. Dieser kostenpflichtige OTT-Dienst bietet jedoch ausschließlich Sportübertragungen an. Der Live-Charakter ist hier noch wichtiger als bei anderen Bewegtbildinhalten. Internet-Streaming-Inhalte wie Fußball und andere Sportarten können auf verschiedenen Endgeräten live konsumiert werden. Dazu zählen natürlich auch Smart-TVs. Ansonsten werde diese Geräte unterstützt. Es besteht außerdem eine Kooperation mit Sky. Dazn Angebote lassen sich übrigens ebenso auf klassischem Wege empfangen, über Kabel bei Vodafone. Business-Kunden nutzen eine DAZN-TV-Box.

Da die Rechtslage von Sportübertragungen komplex ist, kommt man fast nicht an einem Angebot wie Sky oder Dazn vorbei, wenn man live Sport sehen möchte. Die öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender zeigen längst nicht alle Sportevents. Vor allem auf internationaler Ebene wie beispielsweise die Übertragung von Amercian Football oder dem Super Bowl wird es schwierig, ohne einen OTT-Dienst auszukommen.

Selbst einen Livestream erstellen

Für Internetnutzerinnen und -nutzer wird es neben TV-Streaming und VOD zunehmend immer spannender, selber Livestreaming-Projekte auszuführen, anstatt nur zu konsumieren. Auf den sozialen Netzwerken ist das bekanntermaßen nichts Neues und ziemlich einfach umzusetzen. YouTube-, Twitch-, Instagram- oder TikTok-Stars haben es vorgemacht. Auch für große Medieninstitutionen ist Livestreaming nicht neu. Schon lange werden News und Sport live ins Fernsehen übertragen. Das Neue ist heute eben die Liveübertragung ins Internet – und die Verteilung über die verschiedensten Kanäle wie Websites und Social Media gleichzeitig.

Wer selber Livestreaming umsetzen möchte, muss dennoch einiges beachten. Je professioneller ein Livestream sein soll, desto mehr Equipment wird benötigt. Zuerst muss die Entscheidung getroffen werden, welcher Content auf welchen Zielseiten gestreamt werden soll. In der Regel braucht es dazu mindestens ein mobiles und/oder Desktop-Endgerät, einen Zugang zu einem der Social-Media-Accounts sowie eine angemessene Bandbreite im Upload für die Internetverbindung.

Fürs Multistreaming, also das gleichzeitige Streamen auf unterschiedlichen Zielkanälen, ist eine extra dafür entwickelte Software wie Contentflow nötig. Damit lassen sich flexibel und sicher Livestreaming-Projekte planen und durchführen. Als erfahrener Livestream-Anbieter übernimmt Contentflow übrigens auch Livestream-Produktionen.

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