7 Tipps: wie bekomme ich meinen Rasen schön?

20. Juni 2023

Braun, fleckig, vermoost: Nach dem Winter ist der Rasen oft ein Sanierungsfall. Wie bekomme ich meinen Rasen schön? Das habe ich mir von Michael Gröstenberger von der Einhell Germany AG erklären lassen. Herausgekommen sind diese 7 Tipps:

Wie bekomme ich meinen Rasen schön?

Tipp 1: Nach dem Winter beginnen

Wenn der Schnee geschmolzen und mit Dauerfrost nicht mehr zu rechnen ist, geht es los: Harken Sie die Rasenfläche von Laub und Zweigen frei, damit Ihr Rasen wieder ungehindert Luft und Sonne bekommt. Gehen Sie aber mit Gefühl an diesen Frühjahrsputz, damit Sie die Grasfläche nicht zerstören. Allerdings sollte der Druck so groß sein, dass auch Moospolster und abgestorbene Grashalme dabei entfernt werden.

Tipp 2: Entwässern

Wenn es Stellen gibt, an denen Regenwasser sehr lange stehen bleibt, sollten Sie in diesem Bereich kleine Löcher in den Boden stechen, zum Beispiel mit der Grabegabel.

Tipp 3: Maulwurfshügel ebnen

Maulwurfshügel werden eingeebnet und leicht festgetreten. Die überschüssige Erde kann auf die Umgebung verteilt werden. Der Rasen wird in den nächsten Wochen schnell durchwachsen

wie bekomme ich meinen Rasen schön

Tipp 4: Mähen ab 7 cm

Wenn die Temperaturen regelmäßig über acht Grad Celsius steigen, beginnt das Graswachstum. Sobald das Gras circa sieben Zentimeter hoch und die gesamte Rasenfläche gut abgetrocknet ist, kann zum ersten Mal gemäht werden – aber bitte nicht zu kurz, vier bis fünf Zentimeter sollten stehen bleiben. Mit dem ersten Schnitt im Frühjahr wird  das konstante Wachstum weiter angeregt. Der Rasenschnitt sollte dabei noch nicht, wie beim Mulchen, liegenbleiben. Der Grund: Für den Verwesungsvorgang entzieht der Rasenschnitt dem Boden Stickstoff, der aber in dieser Phase für das Wachstum des Rasens benötigt wird. Später im Jahr, wenn der Boden gut gedüngt ist, macht das Mulchen dagegen Sinn.

Tipp 5: Das Düngen

Kleine Faustregel: Wenn die Forsythien blühen, also ab Anfang April, ist es Zeit, den Rasen fit zu machen und ihn das erste Mal zu düngen. Wer es perfekt machen will, kommt an einer Bodenanalyse nicht herum. Entsprechende Testsets gibt es in Bau- und Gartenmärkten. Bei einfachen Tests, die nur einen Euro kosten, kann man zumindest den PH-Wert ermitteln, also feststellen, ob der Boden zu sauer ist und dann mit Kalk gegensteuern. Wichtig ist, den Dünger bei bedecktem Himmel auszutragen, damit der Rasen nicht verbrennt.

Tipp 6: Der Vertikulierer

Jetzt geht’s richtig los: Beim Rasenmäher den tiefsten Schnitt einstellen und die gesamte Fläche mähen. Anschließend kommt der Vertikutierer zum Einsatz. Dabei darauf achten, einmal längs und einmal quer zu vertikutieren, bis die Rasenfläche einem Schachbrett gleicht. Wichtig ist, dass die Messer nicht zu tief in den Boden schneiden, um die Rasenwurzeln nicht zu verletzen, aber tief genug, um Moos, Rasenfilz und die flach wurzelnde Gemeine Rispe zu entfernen.

Ein gutes Mittelmaß sind zwei Millimeter. Nachdem der Rasenschnitt zusammengeharkt und entsorgt wurde, sollte man gerade bei schweren Böden ein bis zwei Kilo Rasensand pro Quadratmeter austragen und Rasensamen ausbringen. Damit der neue Rasen gut anwächst, werden  circa zwei Liter Rasenerde pro Quadratmeter Fläche verstreut. Am besten geht das, wenn man die Erde grob verteilt und mit dem Rücken einer Harke gleichmäßig in den Rasen einarbeitet. Anschließend wird die Fläche sanft gewässert.

Tipp 7: Dem Rasen Zeit geben

Geben Sie Ihrem Rasen Zeit, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Damit die Keimlinge gut gedeihen, sollte der Rasen nicht belastet werden und auch nicht austrocknen. Als Faustregel gilt: Rund 25 Schnitte einer Rasenfläche pro Jahr sind der Maßstab. Dies bedeutet durchschnittlich einen Mähvorgang im Abstand von zwei Wochen, wobei eben unbedingt die Wachstumsperiode einkalkuliert werden muss. Und nicht vergessen: Damit der Schnitt sauber verläuft und der Grashalm nicht ausfranst, müssen die Messer des Mähers sehr scharf sein. Daher empfiehlt es sich, die Messer des Rasenmähers mindestens einmal im Jahr nachzuschleifen – entweder in der heimischen Werkstatt oder beim Fachhändler. Zur Kontrolle einfach einige Halme anschauen. Weisen sie Fransen und ungleichmäßige Schnitte auf, ist das Messer stumpf.

Rasen mähen – wie oft?

Wohl jeder Gartenbesitzer hat gerne einen gepflegten Rasen. Dabei stellt sich oft die Frage: Rasen mähen – wie oft? Denn der Weg zum perfekten Rasen ist nicht so leicht, eine regelmäßige Rasenpflege ist dafür unverzichtbar. Wer dabei auf die Unterstützung effizienter Gartengeräte zurückgreift, optimiert nicht nur das Resultat, sondern erhöht auch den Komfortfaktor bei der Arbeit und spart wertvolle Zeit ein.

Rasen mähen – wie oft und ab wann?

Generell gilt: Lieber häufiger, dafür aber nicht zu kurz mähen. Dabei kann man sich an der Faustregel „1/3 abmähen, 2/3 stehen lassen“ orientieren, mindestens drei bis fünf Zentimeter Rasenhöhe sollten am Ende stehen bleiben. Schon im Frühjahr regt der erste Pflegeschnitt mit dem Rasenmäher das Wachstum der Grashalme an, sobald konstante Temperaturen zwischen 10-25 °C herrschen und kein Nachtfrost mehr zu erwarten ist. Aber auch im Anschluss ist regelmäßiges Mähen essentiell, wenn der grüne Teppich dauerhaft attraktiv und widerstandsfähig bleiben soll. Während der verstärkten Wachstumszeit im Frühjahr und Frühsommer tragen ein bis zwei Mähvorgänge pro Woche dazu bei, dass die Rasenfläche verdichtet sowie gestärkt und gleichzeitig das Unkrautwachstum vermindert wird. Im Sommer ist in der REgel ein einmaliges wöchentliches Mähen ausreichend, in Trockenperioden und Richtung Herbst reduzieren sich die Intervalle entsprechend. Auch hier gilt es, den Rasen nicht zu kurz zu mähen, da er ansonsten schnell austrocknen kann.

Vertikutieren beseitigt Unkraut und stärkt den Rasen

Vor allem im Frühjahr, aber auch im Herbst kommt der Vertikutierer zum Einsatz. Bei stark vermoosten Flächen kann es auch in der Wachstumsphase nötig sein, den Vertikutierer zu benutzen. Dieser ritzt die Grasnarbe an und entfernt Mulch, Moos und Unkraut, welche sich auf der Rasenfläche ausgebreitet haben. Auch abgestorbene Wurzeln und querwurzelnde Gräser werden dabei beseitigt. Das Vertikutieren verbessert die Belüftung des Rasens, sodass dieser Nährstoffe und Sauerstoff leichter aufnehmen kann. Elektro-Modelle überzeugen dabei durch ein geringes Gewicht, Kompaktheit und ein komfortables Handling. Als Rasenlüfter werden sie für die Bearbeitung der Bodenoberfläche eingesetzt und schneiden als Vertikutierer Furchen in den Boden, sodass Wasser und Nährstoffe besser an die Graswurzeln gelangen und sie neu austreiben lassen. Anschließendes „Aufräumen“ entfällt – Moos und Rasenfilz landen während des Vertikutierens direkt im integrierten Fangkorb, welcher sich ganz einfach entnehmen und leeren lässt.

Nachsaat für geschädigte und lückenhafte Areale

Gerade an schattigen Orten fühlen sich Moos und Rasenfilz besonders wohl. Ist der Rasen an einigen Stellen braun und unansehnlich geworden, kann ein optisch ansprechendes, homogenes Gesamtbild am besten durch die Aussaat neuen Saatguts sichergestellt werden. Die Nachsaat sollte idealerweise im Anschluss an das erste Vertikutieren und bei konstanten Bodentemperaturen von über 10 °C erfolgen. Dieser Temperatur-Richtwert ist wichtig, da die Grashalme bei niedrigeren Temperaturen langsamer wachsen und zudem ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Unkrautbildung besteht.

Mulchen – das natürliche Düngemittel

Besonders im Sommer gedeiht nicht nur der Rasen prächtig, sondern mit ihm auch lästiges Wildgras. Wer clever ist und seine Grünflächen schonend von den Störenfrieden befreien möchte, setzt beim Rasenmäherkauf auf Geräte mit praktischer Mulchfunktion, wie sie u. a. viele Akku-Modelle der Stiga E-Power Serien bieten. Beim Mulchen werden die abgeschnittenen Grashalme mehrfach gehäckselt und in feinen Teilchen im Rasen verteilt. Dort fungieren die stickstoffreichen Halme als natürlicher Dünger, geben ihre Feuchtigkeit ab, schützen die Wurzeln vor intensiver Sonneneinstrahlung und verbessern so die Bodenqualität. Übrigens: Regelmäßiges Mulchen hilft nicht nur dabei, die Graswurzeln mit Nährstoffen zu versorgen, sondern spart auch Düngemittel ein. Weitere Pluspunkte: Man muss weniger wässern und zudem das Schnittgut nicht entsorgen, sodass mehr Zeit zum Entspannen und Genießen bleibt.

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Düngen – der „on-top“-Nährstoffkick

Durch die Zugabe von Düngemitteln lässt sich das Wachstum des Rasens bei Bedarf zusätzlich unterstützen, indem ihm weitere wichtige Nährstoffe zugeführt werden. Die erste Düngung erfolgt im Anschluss an die Nachsaat ca. Ende April und kann, wenn nötig, Ende Juni und im August noch einmal wiederholt werden. Das Ergebnis sind üppige und gesunde Grünflächen, die den Herausforderungen des alltäglichen Freizeitvergnügens mühelos standhalten können.

 

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