Harnwegsinfekt & Blasenentzündung: was Du wissen solltest

18. Januar 2023

Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterleib und ein häufiger Harndrang – das sind die typischen Symptome einer Blasenentzündung. Sobald diese sich bemerkbar machen, solltest Du schnell handeln. Denn eine Blasenentzündung möchte man schnellstmöglich wieder loswerden.

Ein Harnwegsinfekt (HWI), auch als Harnweginfektion oder Zystitis bekannt, ist eine Infektion der Harnwege, die die Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre betreffen kann. Die häufigste Art von HWI ist eine Blasenentzündung, die durch Bakterien verursacht wird, die in die Blase gelangen. Symptome eines HWI können Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, trübes oder blutiges Urin und Schmerzen im Unterbauch oder Rücken sein. Harnwegsinfekte können durch verschiedene Faktoren wie eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme, Verstopfung, unzureichende Hygiene oder Geschlechtsverkehr ausgelöst werden. Eine Behandlung mit Antibiotika ist in der Regel erforderlich, um die Infektion zu beseitigen. Es ist auch wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu trinken, um den Urin zu spülen und die Bakterien auszuspülen.

Was ist der Unterschied zwischen Harnwegsinfekt und Blasenentzündung?

Ein Harnwegsinfekt (HWI) und eine Blasenentzündung (auch als Zystitis bezeichnet) sind beide Erkrankungen der Harnwege, aber sie beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche.

Ein Harnwegsinfekt (HWI) ist eine allgemeine Bezeichnung für jede Art von Infektion, die die Harnwege betrifft, die Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre einschließt. Eine Blasenentzündung (Zystitis) ist eine spezifische Art von Harnwegsinfekt, die sich auf die Blase beschränkt. Es ist die häufigste Art von Harnwegsinfekt und wird in der Regel durch Bakterien verursacht, die in die Blase gelangen und Entzündungen verursachen.

Symptome von HWI und Blasenentzündungen sind ähnlich und umfassen Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, trübes oder blutiges Urin und Schmerzen im Unterbauch oder Rücken. Es ist jedoch wichtig, dass beide Erkrankungen unterschiedlich behandelt werden, da eine Blasenentzündung in der Regel mit Antibiotika behandelt wird, während ein HWI eine ernstere Erkrankung sein kann und eine gründlichere Untersuchung und Behandlung erfordert.

Können auch Männer einen Harnwegsinfekt bekommen?

Obwohl ein Harnwegsinfekt viel häufiger bei Frauen auftritt, auch Männer können einen Harnwegsinfekt (HWI) bekommen. Männer haben längere Harnwege als Frauen, was es Bakterien schwieriger macht, in die Blase zu gelangen und eine Infektion auszulösen. Wenn ein Mann einen HWI hat, ist es jedoch wahrscheinlich, dass die Infektion auf eine andere Erkrankung des Urogenitalsystems zurückzuführen ist. Symptome eines HWI bei Männern können ähnlich wie bei Frauen sein, wie Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, trüber oder blutiger Urin und Schmerzen im Unterbauch oder Rücken. Männer mit HWI sollten schnell einen Arzt aufsuchen und behandeln lassen, um Komplikationen zu vermeiden.

Hausmittel bei einem Harnwekgsinfekt – Pflanzliche Unterstützung bei Blasenentzündungen

Bei der Therapie leichter Harnwegserkrankungen kann es helfen, die Harnausscheidung anzutreiben, um so z. B. Keime auszuschwemmen und die Entzündung zu lindern. Insbesondere anfängliche und leichte Blasenentzündungen lassen sich oftmals gut selbst behandeln, z. B. mit speziellen Arzneitees. Die enthaltenen Arzneipflanzen können die Beschwerden bei Blasenentzündungen lindern und die Genesung unterstützen. Den Tee gibt es in Apotheken, Drogerien oder online (entweder hier oder hier)

Hausmittel Harnwegsinfekt Blasenentzündung
Blasen-Nieren-Spültee ist exklusiv in Apotheken erhältlich. 20 Beutel kosten rund 5 Euro. Foto: pr

Arzneipflanzen für die Blase

  • Bärentraubenblätter: Die Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi (L.) Spreng.) ist ein Zwergstrauch, der zu den Heidekrautgewächsen gehört. Bärentraubenblätter enthalten Wirkstoffe wie Arbutin und werden traditionell bei der Linderung einer Blasenentzündung angewendet. Bärentraubenblättern wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt, wodurch sie die Keimzahl verringern können. Enthalten sind Bärentraubenblätter z. B. im Arzneitee Blasentee plus von Sidroga.
  • Goldrutenkraut: Die Riesengoldrute (Solidago gigantea Aiton) ist bereits seit Jahrhunderten eine bekannte Heilpflanze. Sie blüht zwischen Juli und Oktober und ist meist an Wald- und Wegesrändern zu finden. Die Goldrute bzw. das in pflanzlichen Arzneimitteln verwendete Goldrutenkraut wirkt harntreibend und durchspülend und kann so die Heilung bei einer Blasenentzündung unterstützen – etwa in Arzneitees wie dem Sidroga Blasen-Nieren-Spültee oder dem Sidroga Blasentee plus mit Bärentraubenblättern ist Goldrutenkraut mit enthalten.
  • Birkenblätter: Die Birke (Betula pendula Roth) ist in europäischen Wäldern heimisch und besiedelt oftmals als erstes Gehölz Lichtungen und Brachflächen. Die Blätter der Birke zählen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel und können durch die harntreibende Wirkung bei leichteren bakteriellen Infektionen der ableitenden Harnwege eingesetzt werden. Neben dem Goldrutenkraut sind auch Birkenblätter oftmals Bestandteile von Arzneitees für dieses Anwendungsgebiet.
  • Orthosiphonblätter: Die Pflanze Orthosiphon wird aufgrund der langen und geschwungenen Blüten auch Katzenbart genannt und ist vor allem in tropischen Gebieten Asiens zu finden. Für die unterstützende Behandlung von Blasenentzündungen werden vor allem die Blätter der Pflanze verwendet: Orthosiphon-Blättern wird eine harntreibende Wirkung zugeschrieben, weshalb sie im Falle einer Blasenentzündung zum Ausschwemmen von Bakterien eingesetzt werden. Orthosiphon-Blätter sind z. B. im Blasen-Nieren-Spültee von Sidroga enthalten.

Diese fünf Mythen über Harnwegsinfekte stimmen nicht

1. Zu viel Flüssigkeit schwemmt wichtige Mineralien aus

Das ist nicht richtig. Mit dem Urin wird nur das herausgeschwemmt, was zum Beispiel vom Körper nicht mehr verwertet wird, wie einige Stoffwechselprodukte. Allerdings sollte dem Körper die Flüssigkeit relativ gleichmäßig über den Tag verteilt zugeführt werden. Eine sehr schnelle Zufuhr von sehr großen Mengen Wasser kann die körpereigenen Regelmechanismen überfordern und zu Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen führen.

2. Urin einhalten führt zu einer Blasenentzündung

Das stimmt nicht ganz. Nicht die volle Blase an sich ruft eine Blasenentzündung hervor. Es sind Bakterien, die sich im zurückgehaltenen Urin vermehren und zu einer Entzündung führen können. Deshalb sollten diese besser mit dem Urin herausgespült werden. 

3. Eine Blasenentzündung ist ansteckend, beispielsweise über die Toilette

Das ist falsch. Eine solche Übertragung ist bei einem normalen Hygieneverhalten nicht möglich. 

4. Ein nasser Bikini oder ein Oberteil, das die Nieren freilegt, führt zu einer Harnwegsinfektion

Auch das ist nicht ganz korrekt. Erst das Zusammenspiel von Bakterien und einem geschwächten Immunsystem können eine Infektion zur Folge haben. Nasse Kleidung und Kälte können zu einer Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems führen und dadurch einen bakteriellen Infekt begünstigen.

5. Blasenentzündungen gehen von selbst weg

Das ist leider falsch. Man sollte je nach Stärke der Entzündung auf jeden Fall eine Gegenmaßnahme ergreifen und bestenfalls zum Arzt gehen.

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