Warum leben viele Yogis vegan?

2. Mai 2022

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den rein pflanzlichen Ernährungsstil und verzichten auf jegliche Tierprodukte. Darunter fallen sowohl Fleisch als auch Lebensmittel, die Milchprodukte, Ei oder Honig enthalten. Auffällig ist, dass besonders viele Yogis zu den Veganern gehören. Yoga und Veganismus scheinen in einem direkten Zusammenhang zu stehen. Es zwingt sich die Frage auf, warum viele Yogis vegan leben.

Welche Gründe gibt es, als Yogi vegan zu leben?

Es ist keinem Yoga-Praktizierenden vorgeschrieben, sich rein vegan zu ernähren. Diese Entscheidung ist jedem selbst überlassen. Allerdings haben aus philosophischer Sicht Yoga und Veganismus viel gemeinsam, weshalb viele Yoga-Anhänger einen veganen Ernährungsstil leben.

  • Mit Gefühl und ohne Gewalt
  • Spirituelles Wachstum
  • Gesünder leben
  • Verbessert Yoga
Yoga
Foto: pixabay

Mit Gefühl und ohne Gewalt

Laut dem indischen Gelehrten Patanjalis gibt es acht philosophischen Säulen des Yoga. Ein Teil davon sind die fünf sogenannten Yamas. Dabei handelt es sich um einen Verhaltenskodex, der Verhaltensweisen gegenüber anderen beschreibt und gutmütiges Verhalten fördert. Eines dieser Yamas ist Ahimsa, was Mitgefühl und Gewaltlosigkeit gegenüber anderen Lebewesen, einschließlich Tieren bedeutet. Eine vegane Ernährung ist daher ein gelebter Ausdruck von Ahisma.

Spirituelles Wachstum

Eine Ernährung bestehend aus natürlichen und vollwertigen Nahrungsmittel hilft dabei, eine spirituelle Verbindung zur Natur zu erlangen. Verzehrt man vorwiegend Lebensmittel, die aus der Umgebung stammen und von denen man weiß, woher sie kommen, fühlt man sich mit der Natur verbunden. Dies ist ebenfalls das Ziel von Yoga, schließlich heißt es nicht ohne Grund: „Du bist, was du isst.“

Gesünder leben

Die vielen industriell verarbeiteten Lebensmitteln der modernen westlichen Ernährung können das natürliche Gleichgewicht des Körpers stören. Wer eine pflanzenbasierte Ernährung bevorzugt, lebt meist automatisch gesünder und setzt sich für gewöhnlich mit den einzelnen Nährstoffen der Nahrungsmittel intensiver auseinander. Da jeder Mensch verschieden reagiert, lernt man so auf sich zu achten und zu spüren, welche Lebensmittel einem guttun und den Körper richtig nähren.

Verbessert Yoga

Der Körper braucht länger, Fleisch und andere tierische Produkte zu verdauen. Oft liegen diese dann schwer im Magen. Ausgewogene vegane Mahlzeiten sind leichter und liefern dennoch die nötige Energie für die Yoga-Übungen.

Was ist yogischer Veganismus?

Der Zweck von Lebensmitteln besteht aus yogischer Sicht darin, den Körper beim Aufbau des Immunsystems sowie bei der Reinigung, Revitalisierung und Erholung zu unterstützen. Eine traditionelle yogische Ernährung besteht aus pflanzlichen Lebensmitteln, die so wenig wie möglich verarbeitet sind. Außerdem achtet dieser Ernährungsstil darauf, die Umwelt und die Natur nicht über Gebühr zu belasten. Unsere westliche Konsumgesellschaft ist gemeinhin darauf ausgerichtet, Dosen- und Glaskonserven als Vorräte anzulegen und Tiefkühlkost aufzubewahren. Ein yogischer Veganer hingegen ernährt sich vorwiegend von frisch zubereiteten regionalen und saisonalen Produkten.

Ist eine vegane Ernährung gesund?

Fleisch und Milchprodukten gegen vegane Substitute einfach auszutauschen bedeutet nicht automatisch eine ausgewogene Ernährung. Tierische Produkte enthalten wichtige Proteine, Vitamine und Mineralien. Die pflanzlichen Versionen, wie vegane Wurst oder Käse sind industriell hergestellt. Sie haben meist zwar viele Kalorien, sind aber nährstoffarm. Auch sollten Schwangere und Kleinkinder eine rein vegane Ernährung mit Vorsicht genießen. Um weitere wichtige Nährstoffe wie Jod, Zink, Selen, Omega 3 oder Eisen zuzuführen, sollte auf folgende Lebensmittel im Speiseplan geachtet werden:

  • Algen (Norialgen vom Sushi): Jod
  • Haferflocken oder Kürbiskernen: Zink
  • Paranüssen: Zink
  • Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse: Omega 3
  • Eisen: grünes Blattgemüse oder Tahini

Die leichte vegane Kost fördert insgesamt das Wohlbefinden, da diese den Körper nicht unnötig belastet. Der Gesundheit zuträglich ist zudem die Tatsache, dass man bei der täglich frischen Zubereitung und dem Verzehr der Speisen zu sich findet und zur Ruhe kommt. Wer achtsam mit Lebensmitteln umgeht, ist auch achtsam mit sich selbst.

Fazit – Zwischen Yoga und Veganismus besteht ein Zusammenhang

Der Zusammenhang zwischen Veganismus und Yoga ist offensichtlich: Beide Praktiken verfolgen eine ausgewogene, ethische und spirituelle Lebensweise. Dieser Einstellung ist geprägt von Wohlbefinden und guten Absichten für die Lebewesen um sich herum wie auch für einen selbst.

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