Mundgeruch ist ein echter Sympathiekiller und fĂŒr die Betroffenen ebenso unangenehm wie fĂŒr das Umfeld. Was steckt hinter dem peinlichen Problem und wie lĂ€sst es sich lösen? Mundgeruch was tun?

Was sind die GrĂŒnde fĂŒr Mundgeruch?

Fangen wir vorne an: wie entsteht Mundgeruch ĂŒberhaupt? Und was ist die Ursache fĂŒr Mundgeruch? VorĂŒbergehender schlechter Atem lĂ€sst sich oft auf die Lebensweise und ErnĂ€hrung zurĂŒckfĂŒhren. BerĂŒhmt-berĂŒchtigt ist zum Beispiel die Knoblauch- oder Alkoholfahne. Mundgeruch ist außerdem eine hĂ€ufige „Nebenwirkung“ von DiĂ€ten: Infolge der Schmalkost stellt sich der Stoffwechsel um und der Körper bildet sogenannte Ketonkörper, das sind sĂ€uerlich riechende Verbindungen. Wer unter Stress steht oder schnarcht, muss ebenfalls mit Mundgeruch rechnen, da der Speichelfluss und die natĂŒrliche „Selbstreinigung“ des Mundraums beeintrĂ€chtigt werden.

Probleme mit ZĂ€hnen und Zahnfleisch

Mundgeruch was tun

Foto: Alexander Krivitskiy/ Unsplash

Wenn der Mundgeruch nicht nur vorĂŒbergehend da ist, sondern bliebt, können Zahnbelag, Karies oder der Parodontose genannte Zahnfleischschwund schuld sein, da sie mit einer vermehrten Ansammlung geruchsverursachender Bakterien einhergehen. Vorbeugen lĂ€sst sich durch regelmĂ€ĂŸige Zahnarztbesuche sowie eine penible Mundpflege (Tipps dazu haben wir hier). Dazu gehört neben zweimal tĂ€glichem ZĂ€hneputzen auch der Gebrauch von Zahnseide (gibt es auch als Zahnseidesticks) sowie Zungenschaber, denn die leidigen Mikroorganismen machen sich besonders gern in ZahnzwischenrĂ€umen und auf dem hinteren Teil der Zunge breit.

Schwerwiegende Erkrankungen nur selten der Grund

VerĂ€ndert oder verstĂ€rkt sich Mundgeruch, kann dies in seltenen FĂ€llen auch auf Erkrankungen hinweisen. So verursachen etwa Magen- und Verdauungsprobleme sowie Mandel-, Nebenhöhlen- oder LungenentzĂŒndungen manchmal ĂŒble GerĂŒche. Riecht die Atemluft nach Nagellackentferner oder gĂ€renden Äpfeln, kann dies sogar ein Warnsignal fĂŒr einen schlecht eingestellten oder unerkannten Diabetes sein. Betroffene sollten sich daher rasch an ihren Arzt wenden. Diese GrĂŒnde sind in der Praxis aber ehr selten.

So macht man den Mundgeruch-Selbsttest

Wer wissen möchte, ob der eigene Atem riecht, kann dies mit einem kleinen Selbsttest herausfinden: Dazu mehrmals mit weit herausgestreckter Zunge ĂŒber das saubere Handgelenk lecken, den Speichel trocknen lassen und an der Stelle schnuppern. Verströmt sie einen unangenehmen Geruch, sollten die Ursachen ergrĂŒndet und beseitigt werden.

Schluss mit schlechtem Atem: diese Hausmittel helfen

Geben Bakterien Saures: ZitrusfrĂŒchte

Die in Orangen, Zitronen und anderen Obstsorten vorkommenden Enzyme und FruchtsĂ€uren regen den Speichelfluss an und erfrischen den Atem. Doch Vorsicht: Nur in Maßen essen, da zu viel SĂ€ure den ZĂ€hnen schaden kann.

Spendet Feuchtigkeit: Wasser

RegelmĂ€ĂŸiges Trinken hĂ€lt den Mundraum feucht und spĂŒlt Keime fort. Zahnfreundlich sind Wasser oder ungesĂŒĂŸter Tee, von denen wir ĂŒber den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter aufnehmen sollten.

Reinigt ZĂ€hne und Zahnfleisch: Kaugummi

Beim Kaugummikauen werden bakterielle BelÀge und Speisereste von den ZÀhnen entfernt. Besonders unterwegs bietet es eine Alternative zum ZÀhneputzen. Wichtig: zu zuckerfreien Produkten greifen, um Karies vorzubeugen.

BekĂ€mpft Keime und hemmt EntzĂŒndungen: Tee

Schwarzer Tee enthĂ€lt sogenannte Polyphenole, das sind Pflanzenstoffe, die bestimmte Bakterien und damit die Hauptursache von Mundgeruch bekĂ€mpfen. Ebenfalls empfehlenswert sind Salbei- oder Kamillentee, die desinfizierend, keimtötend und entzĂŒndungshemmend wirken, was besonders bei Zahnfleischproblemen hilfreich sein kann.

Fördert die Mundgesundheit: Ölziehen

Das jahrtausendealte aus dem Ayurveda stammende Verfahren soll ZĂ€hne und Zahnfleisch stĂ€rken. Und so funktioniert’s: Einen Esslöffel hochwertiges Speiseöl in den Mund geben und etwa 15 Minuten lang hin und her bewegen, sodass es in alle ZwischenrĂ€ume und Nischen gelangt und Ablagerungen grĂŒndlich gelöst werden. Anschließend das Öl ausspucken und den Mund grĂŒndlich mit lauwarmem Wasser ausspĂŒlen.

Reich an Duftstoffen: GewĂŒrze und KrĂ€uter

Kaffeebohnen, Kardamom und Nelken sind reich an Ă€therischen Ölen, die schlechte GerĂŒche verdrĂ€ngen. Dill, Minze und besonders Petersilie liefern ĂŒberdies den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. FĂŒr einen angenehmen Atem nach einer knoblauchhaltigen Mahlzeit oder zwischendurch sollten die GewĂŒrze oder KrĂ€uter ungefĂ€hr zehn Minuten lang gekaut werden.

Medikamente wie Chlorophyll-Dragees

Wenn die Hausmittel nicht helfen sollten gibt es natĂŒrlich auch Medikamente gegen Mundgeruch. FĂŒr alle, die Chlorophyll in reiner Form und ausreichender Menge aufnehmen und Mundgeruch ursĂ€chlich vermeiden möchten, gibt es Stozzon Chlorophyll-Dragees. Das Naturprodukt lĂ€sst riechende Verbindungen gar nicht erst entstehen. Die Dragees lassen sich hier online bestellen.

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