Ob unmittelbar nach dem Schulabschluss, im Rahmen eines Sabbatjahrs oder zu jedem anderen Zeitpunkt im Leben kann es passieren: Es packt dich die Reiselust! Das Fernweh zieht dich in weite Welt und du beschließt, selbige als Rucksacktourist hautnah erleben zu wollen! Dann solltest du die rosarote Brille aus dem Gepäck verbannen und dich realistisch auf die kommenden Wochen und Monate vorbereiten. Hierbei ist es gut zu wissen, welche Fehler und Fettnäpfchen du besser vermeidest.
Fehler 1: Du informierst dich nicht über deine Reiseziele
Du kannst es kaum erwarten, deinen Rucksack zu packen und dich in die Welt treiben zu lassen? Deine Leidenschaft in allen Ehren, aber völlig plan- und kopflos loszuziehen, wird dich vermutlich schnell der Reiselust berauben. Es versteht sich von selbst, dass du deine komplette Reise nicht im Vorfeld durchplanen musst, aber deine ersten Schritte sollten dir klar sein. Welches Land bereist du als Erstes? Wo kannst du günstig Geld wechseln und gibt es möglicherweise Kleidervorschriften zu beachten?
Jedes Land hat letztlich seine Eigenheiten, selbst innerhalb Europas ist es von Vorteil, dich über die ein oder andere kulturelle Besonderheit zu informieren oder ein paar Wörter in der Landessprache zu üben. So findest du dich schneller zurecht und kommst mit Einheimischen in Kontakt, die möglicherweise weitere Tipps zu günstigen Restaurants haben oder dir sonst wie helfen, dich zu orientieren.
Fehler 2: Du hast zu viel Gepäck dabei
Auf Reisen kann viel passieren und du willst natürlich nicht sprichwörtlich im Regen stehen, weil du vergessen hast, einen Regenschirm oder deinen Regenponcho einzupacken. Wenn du allerdings viel unterwegs bist, zählt jedes Grämmchen, dass du weniger mit dir rumschleppen musst. Zu viel Reisegepäck macht dich letztlich nur unflexibel und schränkt dich enorm in deiner Bewegungsfreiheit ein.
Packe nur das ein, was du wirklich brauchst! Viele schwören auf leichte Funktionskleidung, weil sie kaum Platz und Gewicht wegnimmt und Schweiß effektiv ableitet. Anstatt zu viel Kleidung mitzunehmen, informiere dich lieber, wo du günstig waschen kannst. Erstelle dir eine Liste, mit Dingen, die du unbedingt brauchst (Smartphone, Geldbörse, Versicherungskarten, etc.) und den Dingen, die du optional auch auf Reisen kaufen kannst.
Fehler 3: Fehler 3: Du planst zu wenig Zeit für deine Reise ein
Backpacking ist kein Sprint, bei dem du innerhalb kürzester Zeit so viel sehen musst, wie es nur geht! Wenn du deine Route zu eng taktest, bleibt kaum Raum für Spontanität. Rechne immer damit, dass Züge ausfallen oder dich ein Einheimischer einlädt, in seinem Haus zu übernachten. Es kann natürlich auch vorkommen, dass es dir an einem Ort so gut gefällt, dass du spontan länger bleiben willst als geplant. Dann wäre es schön, wenn du dir kurzfristig die Zeit nehmen kannst, anstatt zum Bus oder Zug weiterzuhetzen.
Fehler 4: Du bist nicht auf Notfälle vorbereitet
Unerwartete Situationen gehören zum Reisen als Rucksacktourist dazu! Deinen Perfektionismus solltest du auf jeden Fall zu Hause lassen, denn er wird dir unterwegs mehr schaden als nützen. Egal, wie freundlich die Menschen sind, denen du begegnest, du solltest immer darauf gefasst sein, dass dich jemand bestiehlt. Hab daher nur so viel Bargeld dabei, wie du benötigst, so verlierst du nicht gleich deine ganze Reisekasse.
Auch medizinische Notfälle können dich jederzeit ereilen. Führe daher immer eine Reiseapotheke mit dir, sodass du kleinere Verletzungen selbst behandeln kannst. Dein persönliches Notfallset sollte auf die Region, in der du unterwegs bist, zugeschnitten sein. Mücken übertragen häufig Krankheiten und können mit DEET-Mückenschutz auf Abstand gehalten werden.
Pack auch etwas gegen Durchfall, Fieber und allgemein Schmerzen ein. So bist du bestens vorbereitet, falls dir das Essen nicht bekommt oder du versehentlich verunreinigtes Wasser getrunken hast. Im Careplus Shop findest du außerdem Sonnenschutz und Wasserfilter.
Fehler 5: Du hast kein Interesse an anderen Kulturen
Wenn du dich nicht für anderes Kulturen und Lebensweisen interessierst, warum willst du dann überhaupt verreisen? Reisen ohne Begegnungen oder besondere Vorkommnisse bleiben sicher nicht lange in Erinnerung. Wenn du mit Scheuklappen durch die Welt gehst, verpasst du den wesentlichsten Teil deiner Reise!
Trau dich, fremde Menschen anzusprechen, wenn du nicht weißt, welchen Weg du gehen musst oder wo das nächste Restaurant oder der nächste Supermarkt ist. Frage Locals auch gezielt nach Tipps, beispielsweise welche Aktivitäten sie dir empfehlen können oder ob es günstige Möglichkeiten gibt, von A nach B zu kommen. Auf diese Weise können spannende Gespräche und sogar Freundschaften entstehen.
Fehler 6: Du kümmerst dich nicht um deine Finanzen
Geldsorgen sind der Stimmungskiller schlechthin. Ganz ohne deinen Kontostand im Blick zu behalten, solltest du jedoch nicht abreisen. Flüge, Unterkunft, Eintrittskarten und spontane Ausflüge summieren sich schneller, als du denkst und können deine Reise vorzeitig beenden. Teile dir dein Reisebudget realistisch ein und lege dir am besten ein Tageslimit an. Viele Reisende nutzen Budget-Apps, um ihre Ausgaben zu kontrollieren. Hierbei sollte auch immer Platz für einen kleinen Puffer bleiben.
Recherchiere auch, ob es möglich ist, auf Reisen Geld zu verdienen. Vielleicht kennst du den ein oder anderen Abenteurer, der seine Reisen in Form von YouTube-Videos festgehalten und damit Einnahmen generiert hat. Alternativ kannst du im Kontakt mit Locals herausfinden, ob du vor Ort arbeiten kannst, um so dein Taschengeld etwas aufzubessern.

